
Die spätgotische Stadtkirche ist über 500 Jahre alt. Sie ersetzte die zähringische Kirche aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts. Sie war eine Liebfrauenkirche, der Gottesmutter geweiht, und gehörte bis 1401 zur Kirche von Oberburg, dann erhob sie der Bischof von Konstanz zur Pfarrkirche.
1471 war Baubeginn. An der Nordwestecke wurde begonnen und im Gegenuhrzeigersinn die neue Kirche um die alte herum gebaut. So konnte diese weiterhin benutzt werden. 1487 standen die Chormauern und 1490 wurde der Schluss-Stein ins Chorgewölbe eingesetzt. Die Stadtkirche ist das Hauptwerk des Münsterbaumeisters von Bern, Niklaus Birenvogt. Das Chorgewölbe vollendete Peter de Cometto.
Der Kirchenbau war für die Stadt, die damals ca. 1000 Einwohner zählte, eine gewaltige Aufgabe, daher die lange Bauzeit. Noch einmal 20 Jahre dauerte es bis der Lettner, die spätgotische Chorschranke, von Heinrich Kummly 1512 vollendet wurde. Er gilt als der kostbarste Lettner der Schweiz. Elf Steinmetze haben an ihm 2 Jahre lang gearbeitet. Er stand ursprünglich im Chor der Kirche. Er wurde nach dem Vorbild desjenigen im Berner Münster geschaffen, der in der Reformationszeit zerstört wurde. Zu beachten sind die reich profilierten Arkaden, die schwungvollen Bogenrippen, die Fratzen an den Figurenbaldachinen, die Masswerkbrüstung. Die vier Evangelistenfiguren sind 1867 hinzugefügt worden.
Anlässlich der Reformation 1528 wurden die sieben Altäre, die Bildwerke, das Sakramentshaus und die Schwalbennest-Orgel aus der Kirche entfernt. Der Stadtbrand von 1865 verhinderte den geplanten Umbau in ein neugotisches Bauwerk mit Querschiff. Bei der Renovation von 1968/69 wurde die Kirche von den neugotischen Einbauten des 19. Jahrhunderts befreit und das spätgotische Konzept der oberrheinischen Barfüsserkirchen des 14. Jahrhunderts wieder hergestellt. 
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